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INSIGHT: Erste Erfahrungen beim Coaching: Lehramt add. Wirtschaft

Coaching-TeilnehmerInnen im Sommersemester 2016
Bild: Manuela Linsner, ZfL

Die Einstellungschancen für LehrerInnen in Bayern bereiten dir Sorgen? Du fragst dich, ob Lehramt doch nicht das Richtige für dich ist? Dann bist du hier genau richtig! Im Coaching-Angebot zur Weiterqualifizierung für Lehramtsstudierende werden mehr und weniger skeptische Lehramtsstudierende für ihren Weg in die Wirtschaft gerüstet. In sechs Sitzungen werden dazu die Schwerpunkte „E-Portfolio“, „eigene Kompetenzen“, „Erwerb von Zusatzqualifikationen“, „Stellensuche und -auswertung“, „Bewerbungsunterlagen“ und „Vorstellungsgespräch“ behandelt.

Der erste Schritt des Coachings begann für alle TeilnehmerInnen mit einer Einzelsitzung mit der Leiterin Manuela Linsner. Im netten Kennenlerngespräch erstellten wir gemeinsam eine Time-Line, die wir mit Hilfe von bisherigen praktischen Erfahrungen und Fähigkeiten illustrierten. Siehe da, das Lehramtsstudium bringt mehr mit sich, als gedacht!
Kurze Zeit später folgte die erste Gruppensitzung. Da waren wir nun – eine bunt zusammen gemischte Gruppe bestehend aus solchen, die sich nur sicherheitshalber über einen Plan B informieren möchten und solchen, die Lehramt bereits für sich abgeschrieben haben. Trotz der unterschiedlichen Teilnahmemotivationen stimmten wir alle in der Hoffnung überein, dass das Coaching uns über berufliche Alternativen informieren wird und wir am Ende selbstsicher und kompetent Bewerbungen meistern können. Eine erste Selbsteinschätzung unserer Kompetenzniveaus machte deutlich, dass noch Steigerungspotential vorhanden ist. Zum Ende des Treffens wandelten wir die Ergebnisse der Time-Line aus dem Kennenlerngespräch in ein E-Portfolio um.
In der zweiten Gruppensitzung wurden schwerpunktmäßig die Selbst-, Sozial-, Fach- und Methodenkompetenzen betrachtet. Gemeinschaftlich haben wir dazu Definitionen erarbeitet und uns anschließend über unsere wichtigsten Kompetenzen der jeweiligen Felder ausgetauscht. Vorbereitend für die Eigenarbeit stellte Manuela Linsner teils bekannte, teils unbekannte Recherchemöglichkeiten für Stellenausschreibungen vor. Es existieren tatsächlich geeignete Jobportale und irgendwie schaffen sie es, sich vor uns zu verstecken!
Die dritte Sitzung drehte sich um das Stichwort „Stellenangebote“. Zunächst wurden die zuhause gesuchten Stellen zusammengetragen. Die Analyse der Ausschreibungen ergab positiverweise, dass LehrämtlerInnen sich grundsätzlich auch für eine Reihe anderer Berufe eignen. Es wurde jedoch auch deutlich, dass je nach Stelle Zusatzqualifikationen von Nöten bzw. Vorteil sind. Wie immer hatte Frau Linsner Tipps und Tricks für den Erwerb weiterer Kompetenzen parat. Schließlich übten wir noch unsere Schlagfertigkeit, indem wir uns in simulierten Bewerbungsgesprächen mit typischen, „fiesen“ Fragen aufs Zahnfleisch fühlten.
Das vierte Gruppentreffen war Highlight und „Downlight“ zugleich. Nicole Jakob vom Career Service der FAU klärte uns in einer produktiven Sitzung über ordentliche Bewerbungsunterlagen und die wichtigen Aspekte bei einem Vorstellungsgespräch auf. In der ersten Einheit wurden vermeintlich gute Lebensläufe geprüft und mithilfe ihrer geschulten Augen verbessert. In der zweiten Einheit befassten wir uns zunächst mit Theoretischem rund ums Thema Vorstellungsgespräch, später wurde das neue Wissen im Rahmen von Simulationen in die Praxis umgesetzt.
Dann war sie schon da, die letzte Sitzung. Jede/r Freiwillige/r bekam die Gelegenheit ihr/sein Bewerbungsanschreiben im Kurs vorzustellen und besprechen zu lassen. Ein erneuter Selbstcheck unserer Kompetenzen ergab Verbesserungen auf ganzer Linie! Das Treffen endete mit einem rückblickenden Feedback aller TeilnehmerInnen.

Abschließend lautet mein Fazit des Coachings: mitmachen lohnt sich!
Mir persönlich wurde durch die regelmäßige Beschäftigung mit meinen Erfahrungen und Fähigkeiten, sowie durch die ständige Hinterfragung meiner Erwartungen an Leben und Beruf von Sitzung zu Sitzung klarer, was meine Stärken sind und wo ich sie beruflich einsetzten kann.
Bei der ausführlichen Besprechung des Bewerbungsprozesses konnte ich beginnend bei der Stellensuche bis hin zum Vorstellungsgespräch theoretisch und praktisch viel dazu lernen.
Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mir unsere Gruppenarbeit außergewöhnlich gut gefallen hat! Zum Einen hat mir die lockere, tolerante Atmosphäre immer viel Spaß gemacht, zum Anderen waren wir sehr produktiv.
Zu allerletzt möchte ich die hervorragende Organisation von Manuela Linsner würdigen, die auf jede Frage und jeden Wunsch eingegangen ist und stets Verständnis hatte, wenn wir müde, gestresst und hungrig waren. 🙂

Gastautorin: Valerie Zawarty