Seiteninterne Suche

Traditionelle Examensfeier der AbsolventInnen Lehramt GS/MS/RS 2017 am Campus Regensburger Straße

Bild: Johannes B. Hartmann, jbhs.de

Lehrkräftebildung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, das macht die Vizepräsidentin für Lehrerinnen- und Lehrerbildung und Chancengleichheit, Prof. Dr. Antje Kley, an der FAU wie in den politischen Debatten immer wieder unmissverständlich klar. Schließlich soll eine Lehrerin oder ein Lehrer fachwissenschaftlich hervorragend ausgebildet sein. Der Lehrende soll über methodische und didaktische Kompetenzen verfügen und in der Lage sein, diese auch im Unterricht anzuwenden.

Die Feiern zum Abschluss des Staatsexamens am Campus Nürnberg Regensburger Straße und am Campus Erlangen nutzte die Vizepräsidentin der FAU, um auf die steigenden Ansprüche an Lehrkräfte hinzuweisen und das Engagement der Lehrenden wie der Studierenden in der Lehrkräftebildung zu würdigen. „Lehrkräfte sind mehr denn je Expertinnen und Experten für das Lehren und Lernen. Sie begleiten junge Menschen in der Regel über mehr als ein Jahrzehnt in einer Entwicklungsphase, die für individuellen Bildungserfolg, Persönlichkeitsbildung, Sozialisation und beruflichen Werdegang prägend ist. Sie bilden die Menschen aus, die unsere Gesellschaft in der Zukunft prägen, Unternehmen führen, Autos bauen, Waren verkaufen, Politik machen, Kinder betreuen, Patientinnen und Patienten versorgen und die mit ihrer Lebensweise entscheiden, ob und in welchem Maße Nachhaltigkeit, Chancengleichheit und Gerechtigkeit unser gesellschaftliches Miteinander prägen.“

Die traditionelle Examensfeier für Absolventinnen und Absolventen der Lehrämter Grund-, Mittel- und Realschule bringt die Wertschätzung für die Leistungen der FAU-Lehrerbildnerinnen und -Lehrerbildner wie der Lehramtsstudierenden seit Jahrzehnten besonders eindrucksvoll zum Ausdruck.

„Unser Ziel ist es, die besten Lehrkräfte auszubilden“, stellt die Vizepräsidentin heraus. „Eine exzellente Lehrkräftebildung braucht hervorragende Forschung, praxisorientierte Lehre und ein breites Netzwerk für Innovation, das den gesamten Prozess der Lehrerbildung bis in die berufliche Einstiegsphase und die Fortbildung in den Blick nimmt. Eine professionelle Unruhe ist Voraussetzung für Offenheit und Bereitschaft zum wertschätzenden Umgang mit Unterschieden.“ Ihre Begrüßung schloss Antje Kley mit einem Zitat des Münchner Soziologen Armin Nassehi: „Eliten kommen […] überall vor, überall dort, wo es gelingt, sich vom rein deduktiven Abarbeiten von Programmen zu befreien und flexibel auf neue Zustände und neue Perspektiven einzustellen. Deshalb brauchen wir noch mehr Orte, an denen wechselseitige Verunsicherung stattfindet. […] Eliten können nicht einfach so Probleme lösen, wenn sie nur wollen. […] Was sie aber wollen sollten, ist, sich auf Anlässe einzulassen, die die eigene Perspektive verunsichern und in denen sie von anderen lernen können.“

Unter der Federführung von Prof. Dr. Sabine Martschinke, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und – didaktik II, und Prof. Dr. Thomas Weth, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik, war die gesamte Feier gemeinsam von Studierenden und Dozierenden des Campus Nürnberg Regensburger Straße organisiert und gestaltet worden. Die mehr als 600 TeilnehmerInnen, unter denen sich auch zahlreiche Ehrengäste aus Schulämtern der Region, der Regierung von Mittelfranken und der Universität befanden, wurden von Sabine Martschinke durch einen abwechslungsreichen Abend geführt.

Nach der Vizepräsidentin gratulierte auch der Dekan der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie, Prof. Dr. Rainer Trinczek, den AbsolventInnen zu ihrem bestandenen Staatsexamen und wünschten für die berufliche Zukunft alles Gute. Der Dekan äußerte an dieser Stelle sein Bedauern über den abgesagten Umzug des Campus Regensburger Straße nach Erlangen und die damit entgangene Chance eines zentralen Standortes für die FAU-Lehrkräftebildung. Thomas Weth verabschiedete die AbsolventInnen mit einer launig-persönlichen Rede. Für die AbsolventInnen sprachen Simone Keller und Tanja Wystrach. Den Höhepunkt des Abends bildete die persönliche Ehrung aller 160 AbsolventInnen. Besonders ausgezeichnet wurden die Leistungen der jeweils Prüfungsbesten der beiden Staatsexamens-Jahrgänge Herbst 2016 und Frühjahr 2017:

  • Grundschule: Julia Maranaca und Andrea Muranyi
  • Mittelschule: Sabrina Pieger und Susanne Binder
  • Realschule: Kim Böhnke und Susanne Stengel

Musikalisch gestalteten die Studierenden Helena Althammer, Samira Bensing, Michael Bloß, Carolin Jahn, Susanne Lietmeyer, Johannes Römer, Michael Rößler, Andrey Stepanov, Sven Wackershauser und Salome Wolff den Abend auf hohem Niveau. Mit dem  gemeinsamen Abschiedslied „Auf uns“ (Andreas Bourani) wurde die gelungene Festveranstaltung abgerundet, die allen TeilnehmerInnen und Beteiligten sicher in guter Erinnerung bleibt.