Workshops

Während der Tagung gibt es zwei Workshopphasen:

  • Workshop-Phase A – 13:15 bis 14:30 Uhr
  • Workshop-Phase B – 15:00 bis 16:15 Uhr

Bei der Anmeldung wählen Sie zwei der hier gelisteten Workshops aus. Nicht alle Workshops werden in beiden Phasen angeboten.

1. Sexualisierte Übergriffe und Schule – Prävention und Intervention A & B

Schule ist nach den Aufdeckungen von sexueller Gewalt in pädagogischen Einrichtungen und aufgrund ihres Stellenwerts im Leben von Kindern und Jugendlichen als ein besonders wichtiges Feld der Prävention und Intervention entdeckt worden. In einem dreijährigen BMBF-Forschungsprojekt an der Universität Paderborn wurden Erfahrungen, Kompetenzen und Bedarfe von Lehrkräften im Umgang mit sexualisierten Grenzverletzungen, Übergriffen und Gewalthandlungen gegen Kinder und Jugendliche ermittelt und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Im Workshop sollen theoretische Grundlagen der Verbindungen zwischen pädagogischer Arbeit und sexualisierter Gewalt unter Berücksichtigung genderspezifischer Aspekte aufgezeigt werden. Außerdem werden Fortbildungsinhalte vorgestellt, die auf die Förderung der Handlungs- und Reflexionsfähigkeit von Lehrkräften auf personeller wie auch auf institutioneller Ebene zielen.

Sylvia Fein
Universität Paderborn - Institut für Erziehungswissenschaft
Sylvia Fein, Dipl. Soz.-Päd. Mitarbeiterin im BMBF-Projekt „Sexualisierte Übergriffe und Schule – Prävention und Intervention“, Universität Paderborn. 2011-2012 Mitarbeit in „Explorationsstudie zu Gewalt in Paarbe-ziehungen und sexueller Gewalt gegen Frauen und Männer“ (BMFSFJ), Universität Bielefeld. Lehraufträge an der Fachhochschule für Diakonie Bielefeld und der Universität Bielefeld. Beratung und Therapie in eigener Praxis (Weiterbildungen unter anderem in Systemischer Therapie/Beratung/ Familientherapie sowie Traumatherapie). Langjährige Berufserfahrung in der Beratung und Kriseninterventi-on von Betroffenen sexueller Gewalt (Wildwasser Würzburg e.V.), außerdem mehrjährige Berufstätigkeit im Jugendamt sowie in der allgemeinen Sozialberatung kirchlicher Trägerschaft.

Raum: Kochstr. 6 a, PSG 00.3
Workshop-Phase: A & B

2. Vorstellung der Studienergebnisse „Coming-out – und dann…?!“ B

Coming-out-Verläufe und Diskriminierungserfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland“ Im Rahmen des Workshops werden Studienergebnisse vorgestellt, die sich mit den Coming-out-Verläufen und Diskriminierungserfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen und jungen Erwachsenen befassen. Fokussiert werden hier die Erfahrungen in den Kontexten Familie, Schule und Peers. An der Studie, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, und deren Ergebnisse im November 2015 erstmals veröffentlicht werden, haben sich bundesweit rund 5000 LSBT*-Jugendliche und junge Erwachsene mittels einer Onlinebefragung beteiligt, im Rahmen von qualitativen Interviews wurden zudem 40 von ihnen interviewt. Die Ergebnisse bieten sehr gute Einblicke in die Aufwachsens- und Lebensbedingungen von jungen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Jugendlichen. Im Rahmen des Workshops wird eine besondere Aufmerksamkeit auf Ergebnisse zum Bereich Schule gelegt.

Dr. Claudia Krell
Deutsches Jugendinstitut e.V.
Dr. Nora Gaupp Nora Gaupp arbeitet seit 2003 als wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut. Im Jahr 2013 übernahm sie die Leitung der Fachgruppe „Lebenslagen und Lebensführung Jugendlicher“ in der Abteilung Jugend und Jugendhilfe. Unter einer jugendsoziologischen Perspektive stehen Fragen nach der Vielfalt jugendlicher Lebenslagen und der Bedeutung gesellschaftlicher Ent-wicklungen und institutioneller Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Fokus der Fachgruppe. Dr. Claudia Krell, Erzieherin und Psychologin arbeitet seit 2009 als wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut und hat dort über anonyme Geburt und Babyklappen geforscht. Seit 2012 befasst sie sich mit den Lebenssituationen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Raum: Kochstr. 6 a, PSG 00.5
Workshop-Phase: B

3. Sexuelle Selbstbestimmung als Menschenrecht A & B

Das Thema sexuelle Selbstbestimmung ist zunehmend auf der Agenda des internationalen Menschenrechtsdis-kurses. Mit der Definition von „sexueller Orientie-rung“ und „geschlechtlicher Identität“ (SOGI) soll für die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Selbstbeschrei-bungen Platz geschaffen werden. Demgegenüber sind in den meisten Ländern dieser Welt vor allem Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Personen vielfältigen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Was genau bedeutet sexuelle Selbstbestimmung als Menschenrecht? Welche konkreten Menschenrechte sind davon betroffen? Und wie kann der Schutz vor Dis-kriminierung und Gewalt aufgrund von SOGI in Bildungskontexten thematisiert werden? Diesen Fragen wird im Workshop genauer auf den Grund gegangen.

Imke Leicht
FAU – Koordinatorin des Masterstudiengangs M.A. Human Rights
Imke Leicht M.A. hat bis 2008 an der Humboldt-Universität zu Berlin Kulturwissenschaft, Politik und Soziologie studiert. Von 2009 bis 2014 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am im WS 2009/10 eingerichteten Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechts-politik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit dem WS 2014/15 ist sie Koordinatorin des neu angelaufenen weiterbildenden Masterstudiengangs (M.A.) Human Rights an der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre Themenschwerpunkte sind u.a. Menschenrechte, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung, Anti-Diskriminierung und Intersektionalität, feministische und postkoloniale Theorien, Antisemitismus

Raum: Kochstr. 4, TSG 05.012
Workshop-Phase: A & B

4. Elternarbeit und Elternkommunikation zum Thema LSBTI* A

Exemplarisch am Umgang mit LSBTI* an Schulen findet eine Einführung in die spezifische Kommunikationsstruktur des Bezugssystems Schule statt. Es wird ein Einblick in die Struktur gelungener innerschulischer Kommunikation gegeben, die auf unterschiedlichen Verantwortlichkeiten aufbaut und multifaktoral bedingt ist. Den Eltern, und der schulischen Kommunikation mit den Eltern, kommt innerhalb dieses Kommunikationsprozesses besondere Bedeutung zu. Gelingt eine Verschränkung von bewusster Verantwortlichkeit, deutlicher inhaltlicher Ausrichtung und kommunikativer Kompetenz, hat das positive Auswirkungen auf gelebtes schulisches Miteinander.

Prof. Dr. Michaela Breckenfelder
E U | F H MED – Studienstandort Rostock - Professur für Theoriebildung in der Ergotherapie
Gymnasiallehrerin für die Fächer Bildende Kunst, Geschichte und Ev. Religionspädagogik
  • 2011 Promotion Dr. phil. an der Universität Leipzig
  • Assistentur an der FAU Erlangen-Nürnberg an der Professur für Ev. Religionspädagogik
  • seit 2015 Professur für Theoriebildung in der Er-gotherapie an der EUFHmed Rostock
  • Arbeitsschwerpunkte: Aspekte gelebter und verweigerter Teilhabe, gesellschaftliche Diversitäten und Prozesse gelingenden Lernens, Individuum und Gesellschaft Veröffentlichung zum Thema: Michaela Breckenfelder, Homosexualität und Schule (2015)


Raum: Kochstr. 4, TSG 05.013
Workshop-Phase: A

5. „Mann, ist das schwul!“ – Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Schule B

Die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuel- len und transidenten (LSBT) Schüler_innen ist Alltag an deutschen Schulen. Treten Schulleitung, Lehrkräfte und Eltern dem nicht entschlossen entgegen, etabliert sich ein Umfeld, in dem sexuelle und geschlechtliche Vielfalt keinen Platz haben. Diesen Platz schafft SchLAu seit Jah- ren erfolgreich mit seinen Schuleinsätzen. Der Workshop gibt den Teilnehmenden einen Einblick in die Arbeitsweise von SchLAu. So werden sie für die Diskriminierung von LSBT-Schüler_innen sensibilisiert und lernen, ihr effektiv zu begegnen. Darüber hinaus werden Handlungsmöglichkeiten erarbeitet, mit denen an der Schule ein offenes Umfeld für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt geschaffen werden kann.

Christian Schotte
SchLAu (SchwuLesbische Schulaufklärung) Mainz
Christian Schotte engagiert sich seit mehr als 5 Jahren beim SchwuLesBischen-Aufklärungsprojekt SchLAu. Im Rahmen dieses Projektes referiert er zu einschlägigen Themen nicht nur an Schulen, sondern auch auch in Unternehmen wie der BASF und sozialen Verbänden wie dem Deutschen Jugendrotkreuz. Der Schwerpunkt seines Engagements liegt dabei auf der allgemeinen Antidiskriminierungsarbeit und dem Erarbeiten von Handlungs- möglichkeiten zur Schaffung eines offenen Umfeldes für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

Raum: Kochstr. 4, TSG 2.058
Workshop-Phase: B

6. Umgang mit Diversity im Bereich der Geschlechtsidentität an bayerischen Schulen B

Im Alltag des schulischen Lebens begegnen uns regel-mäßig zwei Geschlechter, männlich und weiblich. Aber ist das alles? Wie gehen wir mit Menschen um, die diese Geschlechterbipolarität durchbrechen, gleich ob Schüler, Eltern oder auch Personal? Dieser Workshop will neben Hintergrundinformationen zur Thematik auch praxisge-rechte Anregungen zum Erwerb einer Diversity-Kompetenz im Umgang mit der Geschlechtsidentität an bayerischen Schulen geben

Sandra Wißgott
Trans-ident e.V.
Sandra Wißgott, 54 Jahre, wohnhaft in Wolframs-Eschenbach, verheiratet, drei Kinder, ist Rektorin der Grund- und Mittelschule Windsbach. Im Jahr 2008 erfolgte die Vornamens- und Personenstandänderung und die geschlechtsangleichende Operation. Sie ist Gründerin des Selbsthilfeverbunds Trans-Ident, 1. Vorsitzende von Trans-Ident e.V. und Stellv. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. Bei der Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz ist sie Ausbilderin für Rettungsschwimmen und Erste Hilfe.

Raum: Kochstr. 6 a, PSG 00.4
Workshop-Phase: B

7. Homosexualität und Schule B

Lebenswelt Schule und ihre Hürden/Ressourcen zum Thema Homo-/Bi- und Transsexualität. Welche Probleme ergeben sich durch Lehrer und Schüler, wie geht man mit dem Thema LSBT in der Schule um und wo gibt es Anknüpfungspunkte?

Fliederlich e.V. Nürnberg



Raum: Bismarckstr. 1 a, 00.011
Workshop-Phase: B

8. Ach so ist das?! Keine Chance für Trans- und Homophobie an der Schule A & B

Schwul, lesbisch, bi-, trans- oder intersexuell (LSBTI) zu sein, das ist doch kein Problem mehr! Allerdings haben viele Jugendliche Angst, sich in ihrem Umfeld zu outen. Angst vor Ablehnung, Angst nicht mehr dazuzugehören. Dies ist nicht unbegründet.Beschimpfungen wie „Schwuchtel“ und „Kampflesbe“ sind neben „Opfer“ und „Spast“ allgegenwärtig. Dies bestätigen Studien, die zudem ein erhöhtes Suizidrisiko für LSBTI-Jugendliche aufzeigen. Das muss nicht sein. Von einem sicheren Lernumfeld profitieren alle. Wie also mit dem Thema umgehen? Anhand praktischer Inputs und Übungen erhalten Sie Informationen zum Lebensalltag von LSBTI und Sie erfahren wie Sie das Thema im Unterricht fächerübergreifend behandeln können. Dabei erproben Sie Methoden der Antidiskriminierungsarbeit.

Christine Burmann, Marika Gruber, Cornelia Köhler, Roland Maas
Ach so ist das?!
Marika Gruber ist Studienrätin an einem staatlichen Gymnasium in Neumarkt/OPf. und unterrichtet die Fächer Deutsch, Geschichte und Latein. Sie beteiligt sich mit dem „Ach, so ist das!“-Team an Klassenprojekten und Lehrerfortbildungen rund um das Thema Homosexualität und Schule.

Raum: Kochstr. 6 a, PSG 00.14
Workshop-Phase: A & B

9. weiblich - männlich - menschlich A & B

Überall begegnen sie uns und werden stetig reproduziert: die Unterschiede der Geschlechter. Was aber wäre, wenn wir uns viel ähnlicher sind als gedacht? Was wäre, wenn „Geschlecht“ gar nicht so eindeutig festzulegen ist? Warum sind die Kategorien „Geschlecht“ und „Geschlechtsidentität“ gesellschaftlich, politisch und persönlich so relevant - und was würde passieren, wenn wir diese Kategorien öffnen? Wenn Sie diese Fragen interessant oder provokant finden, lade ich Sie gerne zu einer persönlichen und fachlichen Auseinandersetzung ein.

Simone Hartmann
pro familia
Jahrgang 1960, seit 15 Jahren bei pro familia Nürnberg in der Schwangerenberatung, Sexualberatung, der Sexuellen Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderungen und in der Multiplikator_innenschulung zu unterschiedlichen Aspekten des Themas Sexualität tätig.

Raum: Bismarckstr. 1 a, 00.021
Workshop-Phase: A & B

10. Lesben, bisexuelle Frauen und Trans* mit Migrationsgeschichte im Bildungsbereich B

Lesben, bisexuelle Frauen und Trans* (LBT) mit Migrationsgeschichte, Schwarze LBT und LBT of Color erleben multidimensionale Formen von Diskriminierung im Bil-dungsbereich. Die Verwebung von Rassismus, Homophobie und Trans*diskriminierung führt zu spezifischen Diskriminierungserfahrungen und einer mehrfachen Belastung im Alltag. Im Workshop werden diese Erfahrungen anhand der Ergebnisse der Studie „… nicht so greifbar und doch real“ von LesMigraS/ Lesbenberatung Ber-lin e.V. vermittelt. In Sensibilisierungs- und Unterstüt-zungsmaßnahmen werden Formen von Mehrfachdiskriminierung häufig nicht berücksichtigt. Anhand von Beispielen aus der Beratungsarbeit werden mehrdimensionale Handlungsstrategien vorgestellt und mit den Teilnehmer_innen diskutiert.

Jay Keim
LesMigraS - Lesbenberatung Berlin e.V.
Mitarbeiter_in bei LesMigraS/ Lesbenberatung Berlin e.V., systemische Berater_in, Fachberater_in für Psychotraumatologie, Trainer_in und Referent_in zu Unterstützung bei Gewalt, Mehrfachdiskriminierung, Diskriminierungssensibilität und caring communities, M.A. Gender Studies/ Europäische Ethnologie

Raum: Kochchstr. 4, TSG O1.055
Workshop-Phase: B

11. Diversity-Kompetenz braucht Orientierung: Ethische Reflexionen zur Qualifizierung sexueller Identität A

Die Suche nach einem gelingenden Sexualleben ist für die meisten Menschen heute eine selbstverständliche wie auch hindernisreiche Herausforderung. Der Staat garantiert die sexuelle Selbstbestimmung und schützt familiäre Solidargemeinschaften. Als Erziehungs- und Sexualwissenschaftler können wir gesellschaftliche Sexualisations- und individuelle Bildungsprozesse beschreiben, die dieses Ziel fördern oder ihm zuwiderlaufen. Um ihr eigenes moralisches Bewusstsein zu qualifizieren und ethische Reflexionen bei ihren Zielgruppen anzuregen, brauchen schulische und außerschulische Fachkräfte Anregungen, sich im Vielfalts-Dschungel zurecht zu finden. Im Workshop sollen dazu „diverse“ Anregungen diskutiert werden.

Prof. Dr. Uwe Sielert
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Professor für Sozialpädagogik an der Uni Kiel; Schwer-punktthemen: Diversity education, Genderpädagogik, Soziale Arbeit in den Niederlanden, Sexualpädagogik. Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Sexualpädagogik (gsp) und der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) Wiss. Beirat des Instituts für Sexualpädagogik Dortmund, Mit-glied der Sexualethikkomission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) 2012-2015.

Raum: Kochstr. 6 a, PSG 00.15
Workshop-Phase: A

12. Kindliche Sexualität aus der Perspektive von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen A

Im Vortrag am Vormittag wird ein allgemeines Modell der sexuellen Entwicklung vorgestellt und zwei Aspekte dieses Modells – sexuelles Verhalten und Geschlechtsidentität - werden für die Kindheit erläutert. Dabei wird im Vordergrund stehen, was über eine ‚normale‘ Entwicklung in diesen Bereichen und über Einflussfaktoren bekannt ist. Im Workshop werden die Themen des Vortrags vertieft. Es wird danach gefragt, wie Schulen und Kindertagesstätten mit der kindlichen sexuellen Entwicklung konfrontiert sind und wie sie damit umgehen können. Neben Beispielen der Referentin sollen auch Erfahrungen der TeilnehmerInnen bearbeitet wer-den.

Prof. Dr. Bettina Suhrke
Evangelische Hochschule Darmstadt
Bettina Schuhrke, Prof. Dr., Dipl.-Psych., Evangelische Hochschule Darmstadt, Schwerpunkte in Lehre und Forschung im Bereich Entwicklungspsychologie; Veröffentlichungen u.a.: (2014). Die psychosexuelle Entwicklung in der frühen Kindheit. Themenheft: Sexualpädagogik. Frühe Kindheit - die ersten sechs Jahre, 17, S. 6 - 13. Zus. mit J. Arnold, J. (2009). Kinder und Jugendliche mit problematischem sexuellem Verhalten in (teil-)stationären Hilfen zur Erziehung. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 58, S. 186 – 214.

Raum: Bismarckstr. 1 a, 00.010
Workshop-Phase: A

13. Sexualpädagogik der Vielfalt – Methoden für die Praxis A

Vielfalt existiert in jeder Gruppe bzw. Klasse. Wie kann in sexualpädagogischen Kontexten damit umgegangen werden? Welche Voraussetzungen braucht Sexualpäda-gogik mit Jugendlichen? Welchen Unterschied macht es, wenn eine Lehrkraft oder eine externe Fachkraft die Übungen anleitet? Praktische Tipps sowie das Anspielen und Reflektieren einiger Methoden bilden den Schwer-punkt dieses Workshops.

Prof. Dr. Stefan Timmermanns
Frankfurt University of Applied Sciences
Vertretungsprofessur für Diversität in der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt Sexualpädagogik/ Sexuelle Bildung; ehemaliger Mitarbeiter beim Deutschen Kinderschutzbund, pro familia und der Deutschen AIDS-Hilfe, Mitherausgeber der Bücher „Sexualpädagogik der Viel-falt“ und „Sexualpädagogik kontrovers“, Vorsitzender der Gesellschaft für Sexualpädagogik (gsp)

Raum: Bismarckstr. 1 a, U1.008
Workshop-Phase: A

14. Sexuelle Bildung und Gewaltprävention A

Der Workshop gibt einen Einblick darüber, was Sexuelle Bildung ist, wie sexuelle Vielfalt im Rahmen von sexualpädagogischen Bildungsveranstaltungen thematisiert werden kann. Der Workshop reflektiert dabei ebenso aktuelle sexualpolitische Diskursivierungen einer Sexualpädagogik der Vielfalt wie er auch auf ihre Methoden eingeht. Insbesondere wird dabei auch aufgezeigt, dass Sexualpädagogik Gewaltprävention ist, weil erstere eine Kultur des Hinsehens und Hinhörens fördert.

Prof. Dr. Elisabeth Tuider
Universität Kassel
Prof. Dr. Elisabeth Tuider, Professur „Soziologie der Diversität unter bes. Berücksichtigung der Dimension Gender“ an der Univ. Kassel; Leitung des BMBF Verbundprojekts „Safer Places!“ im Rahmen der Förderlinie Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Kontexten; Ausge-bildete Sexualpädagogin (ISP) und Mitglied in der Gesellschaft für Sexualpädagogik (GSP). Arbeits- und Forschungsschwerpunkte:
  • feministische und Queer Theorie
  • Cultural- und Postkolonial-Studies
  • Transmigrationsforschung
  • Qualitative Forschungsmethoden
  • Lateinamerikaforschung
Aktuelle Publikationen:
  • „Sexualpädagogik der Vielfalt“ (2012, Hg. gem. mit Mario Müller und Stefan Timmermanns, BeltzJuventa)
  • „Sexualpädagogik kontrovers“ (2016, Hg. gem. mit Anja Henningsen und Stefan Timmermanns, BeltzJuventa)
  • Queerfeldein durch die Soziale Arbeit, Sozialmagazin Heft 3/4 2014. (Hg. gem. mit Mart Busche)


Raum: Kochchstr. 4, TSG O1.059
Workshop-Phase: A