Umut studiert Lehramt für Gymnasien mit den Fächern Geographie und Wirtschaft. In seinem 5. und 6. Semester nimmt er am Praktikumsprojekt Lehr:werkstatt der FAU teil, in dem er am Gymnasium Langenzenn eine Geographielehrerin und einen Wirtschaftslehrer ein ganzes Schuljahr lang begleitet. Umuts Ziel dabei: Er möchte schon während des Studiums intensiv mit der Schulpraxis in Kontakt kommen und einen realistischen Einblick in den Berufsalltag einer Lehrkraft erhalten. Wir haben Umut und seine Tandemlehrkräfte Nicole und Chris im März 2026 besucht und können bestätigen: Dieser Plan geht auf. „Am Anfang des Schuljahres konnte ich mir gar nicht vorstellen, vor der Klasse zu stehen.“ Bei unserem Besuch leitete er in einer siebten Klasse selbstständig eine Gruppenaufgabe zum Thema Nachhaltigkeit und intensive Landwirtschaft an. Am selben Tag übernimmt er außerdem in einer zehnten Klasse einen Teil des Unterrichts zum Thema Geldanlagen. Umut berichtet uns, dass es ihm richtig Spaß mache und er sich bereits jetzt auf seine Berufstätigkeit als Lehrer freuen würde.
Nach der jeweiligen Stunde werden die Details mit seinen Tandemlehrkräften gemeinsam reflektiert. Nicole Wiecki, die Umut in Geographie begleitet und unterstützt, schaut sich mit ihm an: Was war leicht verständlich für die Schülerinnen und Schüler? Was hat im Unterricht gut geklappt? Wie passend war sein gewählter Methodeneinsatz? Dabei wird wertschätzend auf Augenhöhe kommuniziert, und Umut erhält hilfreiches Feedback für seine Weiterentwicklung als angehende Lehrkraft. Umuts zweite Tandemlehrkraft Chris Gebhardt, mit der er Wirtschaft unterrichtet, hätte sich die Lehr:werkstatt sogar für sein eigenes Studium gewünscht: „Im regulären Praktikum gibt es oft zu wenig Gelegenheiten, sich als Lehrkraft auszuprobieren und verschiedenste Methoden im Klassenzimmer zu erleben.“ Am Projekt schätzt er außerdem, dass er als erfahrener Lehrer von Umut auch mal ein Feedback bekommt: „Das hilft, blinde Flecken zu vermeiden“.
Dabei profitieren nicht nur Studierende und Lehrkräfte vom Projekt, sondern auch die Schülerinnen und Schüler. „Die freuen sich immer, wenn Umut Unterricht hält“, so Nicole. Und auch Einzel- oder Gruppenarbeit funktioniert schneller und reibungsfreier, wenn zwei Lehrkräfte individuell unterstützen können. Die Vorteile der Lehr:werkstatt sprechen sich mittlerweile auch bei anderen Studierenden und Lehrkräften herum und so stehen schon viele in den Startlöchern für eine Bewerbung und einen Einsatz im nächsten Schuljahr.
